Verbrennungsverbot aufheben!

Wie am vergangenen Mittwoch in der Volksstimme-Beitrag  berichtet wurde, gibt es unter Führung vom Stadtratsmitglied Mathias Cosic (CDU) eine Initiative zur Aufhebung des Verbrennungsverbotes im Kreisgebiet.

Wir Kleingärtner unterstützen mehrheitlich diese Forderung und schließen uns der Initiative  an.

Die Gründe dafür liegen für uns Kleingärtner auf der Hand:

  1. Seit 2007 der Landrat in sein Amt gewählt wurde, wurde die Grüngutentsorgung für uns Kleingärtner immer weiter heruntergefahren:
    Zuerst wurde der Verbrennung eingeschränkt, dann ganz verboten. Den Kleingärtnern versprach man eine kostenlose Entsorgung mittels Fahrzeug, das in die Anlage kommt. Das wurde dann auch eine zeit lang so getan, einmal jährlich im Herbst an einem Samstag kam das Fahrzeug, und man konnte sein gesammeltes Grüngut zum Entsorgungs-Fahrzeug bringen. Das wurde dann Samstags nicht mehr machbar, weil der Einsatz am Wochenende „zu teuer“ wurde. Also wurde der Termin zur Entsorgung auf Freitag gelegt. Pech für alle arbeitenden Kleingärtner.
    Im darauffolgenden Jahr kam kein Fahrzeug mehr vorbei. Wieder war die Begründung: „zu teuer…
    Ok, die Kleingärtner bekamen als Ausweichvariante zweimal im Jahr einen Container gestellt. Nein, natürlich nicht mehr kostenlos. Die An- und Abfahrt musste natürlich bezahlt werden.
    Seit diesem Jahr geht das nur noch einmal im Jahr, weil.. ja, genau: „zu teuer
    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch dieser letzte jährliche Container nicht mehr bis zu den Kleingärtner in die Anlage schafft.
  2. Als Alternative wird den Kleingärtnern vorgehalten, dass man sein Grüngut ja zur Sammelstelle bringen kann. Sicher, ein Kubikmeter wird dort „kostenlos“ angenommen. Und wie kommen die Gartenfreunde dort hin, die kein Auto mehr haben oder kein Auto mehr fahren können? Und wie wenig ein Kubikmeter Grünschnitt ist, brauch ich keinem Gartenfreund zu sagen. (für alle Nicht-Gärtner: 1 Kubikmeter = 1000 Liter = vier 250 Liter-Säcke)
  3. Gewisse Gartenabfälle von kranken Bäumen und Sträuchern (zum Beispiel Pilzbefall) dürfen  gar nicht in den Wertkreislauf gebracht werden. Diese befallenen Abfälle müssen verbrannt werden.

Wir Kleingärtner sind der Meinung, dass uns die Kreisverwaltung lange genug hingehalten hat. Jede Anfrage – auch durch unseren Regionalverband – brachte entweder faule Ausreden oder den Hinweis auf „zu teuer“!

Deswegen unterstützen wir die Initiative mit unserer Unterschrift.

Der Vorstand

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